antifascism101

Inforeihe gegen rechte Gewalt

Vortrag: Fußball und rechte Gewalt

Nach der 1. WLW-Saison laden wir alle Teams ein, auch mal abseits des Spielfelds zusammenzukommen – bei bei Essen, Trinken und Plauderei im Wilde Liga Café!
Ausserdem gibt es auch noch einen spannenden Vortrag aus der Reihe antifascism101.

Du interessierst dich für Fußballspielen ohne Genderbarrieren, ohne Leistungsdruck und ohne strenge ÖFB-Reglements?
Für Aktionen wie Critical Kicks im öffentlichen Raum oder Fußballworkshops für Anfänger*innen (FLINT* und all Genders)?

Dann komm vorbei & bring deine Freund*innen mit! Hier kannst du Teams finden, Teams gründen und dich über bevorstehende Aktionen informieren.

Vortrag: Fußball und rechte Gewalt

Fußballmatches machen die zentralen Werte unserer Gesellschaft in komprimierter Form sichtbar.
Sportstadien stellen demnach einen örtlich eingegrenzten und zeitlich definierten Raum dar, in welchem gesellschaftliche Konflikte ausgetragen werden.
Ausgehend von diesen Annahmen, werden im Mikrokosmos Stadion auch Antisemitismus, Rassismus oder Sexismus als gesellschaftliche Phänomene ausgehandelt und widergespiegelt.
Die Auseinandersetzung mit Fußball als «Arena der Männlichkeit» kann somit auch einen guten Blick auf gesamtgesellschaftliche Entwicklungen ermöglichen.

Steht ein antifaschistisches, linkes Selbstverständnis im Widerspruch zur Liebe zum Verein?
Welche Strategien gibt es gegen rechtsextreme Auswüchse in den Stadien?
Und welche Rollehatte der Fußball im Nationalsozialismus?
Diese und viele weitere Fragen werden im Rahmen dieses Vortrags beleuchtet.

Sonntag, 30/09/18
in der W23, Wipplingerstr. 23, 1010
Doors Open: 17:00 Beginn Vortrag 18:00 rauchfrei bis 21:00

Wilde Liga Wien
Infos: https://www.qwanturank.ovh
https://twitter.com/qwanturank3

Türkei Wahl Spezial

Eine Wahl – zwei Bücher – eine Diskussion
Vortrag und Diskussion mit Thomas Schmidinger und Thomas Rammerstorfer. Beide stellen ihre Bücher vor und diskutieren im Anschluss mit euch die aktuelle Situation der Türkei, das Vorgehen des türkischen Staates gegen Kurd_innen und die “Grauen Wölfe” in Österreich.

Mitten im Wahlkampf in der Türkei bzw. den Wahlen türkischer Staatsbürger_innen in Österreich präsentieren wir zwei Perspektiven auf die Probleme der Region und den türkuschen Nationalismus: Politikwissenschafter Thomas Schmidinger kommt mit seinem neuen Buch “Kampf um den Berg der Kurden – Geschichte und Gegenwart der Region Afrin”, der freie Journalist Thomas Rammerstorfer mit dem soeben erschienen Band “Graue Wölfe – türkische Rechtsextreme”.

Vergessen? Verdrängt? – Kontinuitäten rechten Terrors

Vortrag und Diskussion mit Thomas Schmidinger und Thomas Rammerstorfer. Beide stellen ihre Bücher vor und diskutieren im Anschluss mit euch die aktuelle Situation der Türkei, das Vorgehen des türkischen Staates gegen Kurd_innen und die “Grauen Wölfe” in Österreich.

Rechter Terror und rechte Gewalt in Europa sind in der gesellschaftlichen Wahrnehmung kaum vorhanden und viele rechtsextreme / neonazistische Taten sind aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden.

Das Oktoberfestattentat, Südtirolterror, Briefbomben, Rohrbombe in Oberwarth, NSU Morde, Breivik, … Die Liste des rechten Terrors in Europa ist länger als eins vermuten würde, beschränkt sich beiweitem nicht auf Deutschland oder Österreich, und gehört nicht der Vergangenheit an.

Immer wieder werden Versuche rechte Terrornetzwerke aufzubauen aufgedeckt wie z.B.: „Europäische Aktion“ oder „Combat 18“.

Gerade in einer Gesellschaft, die sich in Ignoranz übt und die Gefahr von rechten Kreisen konsequent ignoriert, ist es umso wichtiger wachsam zu sein. Es ist hilfreich die Vergangenheit zu kennen und die Kontinuitäten zu sehen, um die Anzeichen neuer Entwicklungen besser zu erkennen.

Kurzer (unvollständiger Überblick) zu rechtem Terror in Europa, Kontinuitäten und aktuellen Entwicklungen von Martina Renner

hosted by Archiv der sozialen Bewegungen / Wien, Bibliothek von unten und Rosa Antifa Wien – im Rahmen von antifascism101 – Veranstaltungsreihe gegen rechte Gewalt

Nicht politisch motiviert? Zur öffentlichen Wahrnehmung rechten Terrors.

Nach den NSU-Morden und -Bombenanschlägen stellt sich die Frage: Nichts gelernt oder warum gibt es so wenige Bemühungen, konsequent gegen rechten Terror konsequent vorzugehen?

„Ein politisches Motiv kann ausgeschlossen werden“ ist oftmals der Tenor der Behörden, wenn es um rechte und rassistische Gewalt geht. Dabei drängt sich immer wieder der Verdacht auf, dass staatliche Stellen tunlichst vermeiden, rechten Terror als solchen zu benennen. Stattdessen werden Täter_innen mitunter als „verwirrt“ oder Opfer ihrer selbst dargestellt – und zwar auch noch, wenn investigative Recherchen längst deren politische Hintergründe ausgeleuchtet haben. Viele unkritische Presseberichte folgen allzu oft der offiziellen Lesart, was nicht nur die Entpolitisierung in der öffentlichen Wahrnehmung verstärkt, sondern nicht selten den Tatopfern mit Mistrauen begegnet und diese verbal zu Kriminellen macht.

Nach den NSU-Morden und -Bombenanschlägen stellt sich die Frage: Nichts gelernt oder warum gibt es so wenige Bemühungen, konsequent gegen rechten Terror vorzugehen? Welche Rolle spielen Behörden oder staatliche Institutionen wie Verfassungsschutz, Polizei und Justiz bei der Verharmlosung? Wie wird Rechtsterror gesellschaftlich verhandelt und was heißt es, wenn dieser nicht benannt oder systematisch verharmlost wird?

Vortrag und Diskussion mit Martina Renner

hosted by das que[e]r und Rosa Antifa Wien – im Rahmen von antifascism101 – Veranstaltungsreihe gegen rechte Gewalt

Kontrakultur – eine Identitäre Vorzeigegruppe

Seit 2015 macht in Halle (Saale) eine Identitäre Gruppe auf sich aufmerksam: Die „Kontrakultur“ schafft es mit bundesweiten Aktionen in die überregionale Presse und fungiert zunehmend als Speerspitze der deutschen Identitären. Seit 2017 existiert mit dem „Flamberg“ das erste identitäre Hausprojekt Deutschlands.

Die Kampagne „Kick Them Out – Nazizentren dichtmachen“ möchte in ihrem Vortrag offenlegen, welche Gefahren von der Kontrakultur ausgehen, welche Bedeutung das identitäre Hausprojekt hat und diskutieren, wie effektive Gegenstrategien aussehen können.

Vortrag und Diskussion mit Kick Them Out – Nazizentren dichtmachen

hosted by Archiv der sozialen Bewegungen / Wien, Bibliothek von unten und Rosa Antifa Wien – im Rahmen von antifascism101 – Veranstaltungsreihe gegen rechte Gewalt

Text & Ton

Zusammenfassungen bereits stattgefundener Veranstaltungen, ergänzende Texte und Unterlagen sowie Radiosendungen zum Thema und Tonaufzeichnungen der Veranstaltungen werden hier gesammelt.

01 | Grauzone erkennen – Neonazis entlarven

Die erste Informationsveranstaltung aus der Reihe antifascism101 zum Nachhören:

Zwischen Krawallbrüdern, linker Politik und deutschsprachigem Punk hat sich seit Jahren etwas gebildet, was sich immer offener Bahn bricht. Eine Grauzone rechtsoffener Bands, die sich in der Punk- und Skinhead-Szene breit macht, sich offiziell nach links und rechts „abgrenzt“, aber Verbindungen ins (terroristische) Neonazi-Milieu pflegt. Relativ unbeobachtet von linken Aktivist*innen okkupieren Neonazis nach und nach vermeintlich alternative Subkulturen und verwässern so die Grenzen emanzipatorischer Politik.

Dieser Vortrag soll ein Einblick in Strukturen und Verbindungen geben. „The Kids will never be united!“

Aufgenommen am 22. November 2017 im W23:

03 | Extremismus – Eine Entdeckungsreise mit der Erdbeere

Vortrag und Diskussion mit @MenschMerz zu Extremismustheorien, Begrifflichkeiten und deren Hintergründe in Österreich und Deutschland.
Ein Versuch, diese schwierige Thematik im Gespräch mit der Erdbeere leicht verständlich zu machen.

In Österreich kannst du ruhig ein „Heil Hitler“-Banner an deinem Auto befestigen. Rechtsextrem bist du dann aber nicht. Ganz anders verhält es sich hingegen, wenn du auf einem linken Protest einen Mistkübel aufstellst. Denn dann, ja dann bist du linksextrem. Während sich im Ausland die Medien recht einig sind, dass es sich bei der „FPÖ“ um eine rechtsextreme Partei handelt, schreiben die Österreicher*innen lieber von „Populismus“. Und dieses scheint selbst für Parteivorsitzende zu gelten, die ihre Jugend auch gerne mal mit Wehrsport verbracht haben.

Freund*innen, die Erdbeere versteht die Welt nicht mehr. Erst recht nicht, was es mit diesem Extremismus zu tun hat. Und warum unterscheiden sich da Deutschland und Österreich einerseits so stark und andererseits doch so sehr? Und warum reden in Deutschland immer alle Menschen von der „Freiheitlichen Grundordnung“, während in Österreich linke Menschen ab und zu den Namen „Holzer“ in den Mund nehmen und ausführen, eins könne „Rechtsextremismus“ auch ganz anders definieren.

Zusammen mit der Erdbeere begeben wir uns auf eine bunte Reise voller Ausgrabungen und versuchen alle diese Fragen zu beantworten und der kleinen Erdbeere Antworten zu geben, die wir alle verstehen und vielleicht sogar dringend gebrauchen können.

Gemeinsam organisiert von das que[e]r und Rosa Antifa Wien im Rahmen der Inforeihe gegen rechte Gewalt.

Aufgenommen am 29. November 2017 im W23:

04 | Türkischer Nationalismus, „Graue Wölfe“ und staatliche Gewalt

Vortrag und Diskussion mit Ismail Küpeli über Verschränkungen von türkischen Nationalismus, „Grauen Wölfen“ und staatlicher Gewalt. Ismail Küpeli ist Politikwissenschaftler und Journalist mit Schwerpunkt Türkei, Naher und Mittlerer Osten.

Das Verhältnis zwischen dem staatstragenden Nationalismus und der rechtsextremen Variante hat sich über die Jahrzehnte immer wieder manifestiert, so auch zuletzt als im Sommer 2015 die AKP-Regierung in der Türkei den Krieg in den kurdischen Gebieten wieder aufnahm. Die rechtsextreme MHP, die die parlamentarische Vertretung der „Grauen Wölfe“ ist, hatte zuvor die AKP-Regierung wegen ihrer moderaten Haltung in der „Kurdenfrage“ kritisiert und näherte sich der AKP an, als die Regierung selbst brutal gegen Kurd_innen vorging.

In ihrem ideologischen Selbstverständnis ist die MHP, die parlamentarische Vertretung der „Grauen Wölfe“, eine konsequent nationalistische Partei, die auf die Stärke der türkischen Nation setzt und „Staatsfeinde“ lieber offen bekämpft als verhandelt. Dies zeigt sich beispielsweise in antikurdischen und antiarmenischen, aber auch antisemitischen Positionen, die von Anhänger_innen der „Grauen Wölfe“ vertreten werden. Viele „Graue Wölfe“ sind in den Spezialeinheiten der Armee, Polizei und Gendarmerie, denen Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen vorgeworfen werden.

Hosted by das que[e]r und Rosa Antifa Wien im Rahmen der Veranstaltungsreihe antifascism101, aufgenommen am 21. Feber 2018 in der W23:

05 | Das austrofaschistische Österreich 1933–1938

Buchpräsentation mit Emmerich Tálos und Florian Wenninger.

Faschismus begann in Österreich nicht erst mit dem Nationalsozialismus, sondern Jahre zuvor mit dem Austrofaschismus. Die Autor*innen analysieren genau die staatsrechtliche Konstruktion, spüren den einzelnen politischen Akteur*innen und ihren Verflechtungen nach und setzen die Politik von Dollfuß und Schuschnigg in den Kontext des internationalen Umfelds. Tálos und Wenninger beharren auf dem Begriff “Faschismus” und argumentieren, dass Alternativen wie “Diktatur” oder “autoritäres Regime” nicht adäquat sind.

Aufzeichnung einer Veranstaltung von que[e]r und Archiv der sozialen Bewegungen in der W23 im Rahmen der Veranstaltungsreihe antifascism101.

Das Buch: Emmerich Tálos unter Mitarbeit von Florian Wenninger: Das austrofaschistische Österreich 1933–1938, Wien 2017, Lit-Verlag

06 | Rechte Frauen und Kindererziehung

Vortrag von Andrea Röpke

Ob in der sogenannten „Neuen Rechten“, bei den „Identitären“, völkischen Gruppen, neonazistischen Kameradschaften oder rassistischen Hintergrundorganisationen – Frauen mischen selbstbewusst, aber angepasst mit. Das vorherrschende biologistische Weltbild wird nicht offen in Frage gestellt und propagierte männliche Ideale von Maskuliniät, Wehrhaftigkeit und neuem Barbarentum werden akzeptiert.

Ohne Frauen und Mädchen ist die rechte Szene nicht denkbar, sie treiben die gefährliche Ideologie entschieden mit voran. Sie fungieren zum Beispiel als „Eye-Catcher“ bei den Inszenierungen der „Identitären“ oder Ansprechpartnerinnen bei Initiativen gegen Geflüchtete. Sie administrieren sehr aggressiv aufgeladene „Anti-Asyl“-Debatten im Netz und heizen dort oder auf der Straße mit ein.

Rechte Frauen sind nicht weniger rassistisch und fanatisch als rechte Männer! Rechte Frauen sorgen außerdem für die Stabilität der „Bewegung“ nach innen. Traditionelle weibliche Aufgaben liegen in der Organisation, der Kindererziehung und Schaffung „einer nationalen Gegenkultur“: Sie organisieren Kinderlager, Brauchtumsveranstaltungen und politische Schulungen. Kinder gelten vor allem in völkisch-nationalistischen „Siedler-Familien“ als Teil der „Volksgemeinschaft“. Insbesondere Frauen gelingt es, Akzeptanz im ländlichen oder städtischen Raum zu erringen und sich über Schulen, Kindergärten, Berufe oder Vereine zu verankern. Nur wenigen jungen Mädchen und Frauen gelingt der Ausstieg aus einem erdrückend unfreien Milieu.

In diesem Vortrag gewährt die Publizistin und freie Journalistin Andrea Röpke einen Einblick in das breite und differente rechte Spektrum. Sie schaut hinter die Kulissen, dorthin wo sie nicht erwünscht ist, wo im Verborgenen agiert werden soll. Unterstützt durch Fotos berichtet sie von Recherchen und Einblicken in eine reaktionäre und erschreckende Lebenswelt.

Organisiert von Rosa Antifa Wien im Rahmen der Veranstaltungsreihe antifascism101.

Aufgenommen am 3. April 2018 in der W23 (auf Wunsch von Andrea Röpke gekürzt):

07 | Kontrakultur – eine identitäre Vorzeigegruppe

Vortrag und Diskussion mit zwei Personen der Kampagne „Kick Them Out – Nazizentren dichtmachen“, hosted by Archiv der sozialen Bewegungen/Wien, Bibliothek von unten und Rosa Antifa Wien – im Rahmen von antifascism101 – Veranstaltungsreihe gegen rechte Gewalt; aufgenommen am 18. Mai 2018 in der W23 (leicht gekürzt).

Seit 2015 macht in Halle (Saale) eine identitäre Gruppe auf sich aufmerksam: Die „Kontrakultur“ schafft es mit bundesweiten Aktionen in die überregionale Presse und fungiert zunehmend als Speerspitze der deutschen Identitären. Seit 2017 existiert mit dem „Flamberg“ das erste identitäre Hausprojekt Deutschlands.

Die Kampagne „Kick Them Out – Nazizentren dichtmachen“ möchte in ihrem Vortrag offenlegen, welche Gefahren von der Kontrakultur ausgehen, welche Bedeutung das identitäre Hausprojekt hat, und diskutieren, wie effektive Gegenstrategien aussehen können.

08 | Nicht politisch motiviert? Zur öffentlichen Wahrnehmung rechten Terrors.

Vortrag von Martina Renner,
hosted by das que[e]r und Rosa Antifa Wien
im Rahmen von antifascism101 – Veranstaltungsreihe gegen rechte Gewalt

Nach den NSU-Morden und -Bombenanschlägen stellt sich die Frage: Nichts gelernt oder warum gibt es so wenige Bemühungen, konsequent gegen rechten Terror vorzugehen? Welche Rolle spielen Behörden oder staatliche Institutionen wie Verfassungsschutz, Polizei und Justiz bei der Verharmlosung? Wie wird Rechtsterror gesellschaftlich verhandelt und was heißt es, wenn dieser nicht benannt oder systematisch verharmlost wird?

„Ein politisches Motiv kann ausgeschlossen werden“, ist oftmals der Tenor der Behörden, wenn es um rechte und rassistische Gewalt geht. Dabei drängt sich immer wieder der Verdacht auf, dass staatliche Stellen tunlichst vermeiden, rechten Terror als solchen zu benennen. Stattdessen werden Täter_innen mitunter als „verwirrt“ oder Opfer ihrer selbst dargestellt – und zwar auch noch, wenn investigative Recherchen längst deren politische Hintergründe ausgeleuchtet haben. Viele unkritische Presseberichte folgen allzu oft der offiziellen Lesart, was nicht nur die Entpolitisierung in der öffentlichen Wahrnehmung verstärkt, sondern nicht selten den Tatopfern mit Misstrauen begegnet und diese verbal zu Kriminellen macht.

Aufzeichnung der Veranstaltung vom 23. Mai 2018 in der W23:

09 | Vergessen? Verdrängt? – Kontinuitäten rechten Terrors

Vortrag von Martina Renner qwant u rank

hosted by Archiv der sozialen Bewegungen / Wien, Bibliothek von unten und Rosa Antifa Wien im Rahmen von antifascism101 – Veranstaltungsreihe gegen rechte Gewalt.

Rechter Terror und rechte Gewalt in Europa sind in der gesellschaftlichen Wahrnehmung kaum vorhanden und viele rechtsextreme / neonazistische Taten sind aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden.

Das Oktoberfestattentat, Südtirolterror, Briefbomben, Rohrbombe in Oberwarth, NSU-Morde, Breivik, …
Die Liste des rechten Terrors in Europa ist länger als eins vermuten würde, beschränkt sich bei weitem nicht auf Deutschland oder Österreich, und gehört nicht der Vergangenheit an.

Immer wieder werden Versuche rechte Terrornetzwerke aufzubauen aufgedeckt, wie z. B.: „Europäische Aktion“ oder „Combat 18“.

Gerade in einer Gesellschaft, die sich in Ignoranz übt und die Gefahr von rechten Kreisen konsequent ignoriert, ist es umso wichtiger, wachsam zu sein. Es ist hilfreich, die Vergangenheit zu kennen und die Kontinuitäten zu sehen, um die Anzeichen neuer Entwicklungen besser zu erkennen.

Kurzer (unvollständiger) Überblick über rechten Terror in Europa, Kontinuitäten und aktuellen Entwicklungen von Martina Renner: